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Die
Romantik wird nach dem Tod Friedrich
Schillers im Jahr
1805 die führende geistige Bewegung, erreicht den Höhepunkt zwischen 1820 und
1830 und
verliert ab 1848 die Vorherrschaft, jedoch nicht ohne Fortwirkung in bedeutenden
Dichtern bis zur Gegenwart.
Die
Romantik steht im Gegensatz zur Klassik
und ist gekennzeichnet durch die nationale, religiöse
und soziale Einstellung ihrer Vertreter.
Die Wurzeln der Romantik liegen in
der Mystik und i m
Pietismus.
Barock und Romantik haben gemeinsam die
Verherrlichung des genialen Individuums, die im Sturm und Drang und bei den
Romantikern zu "Zuchtlosigkeit" im sittlichen Leben und zu
"Formlosigkeit" in der Dichtung geführt hatte.
Fantasie und Gemüt sollten wieder
mehr Raum in Dichtung und Leben gewinnen (gegenüber der Nüchternheit der Aufklärung), das Naive und Volkstümliche sollte als Grundlage dienen
(gegen den verstandesklaren und kühlen Klassizismus). Das Fantastisch -Gemütvolle
und das Naiv-Volkstümliche glaubte man am vollkommensten im Mittelalter zu
finden mit seinem kirchlichen Prunk, seinem Rittertum und Frauendienst, seinem
Volksepos und seiner Vorliebe für das Wunderbare, Traum- und Märchenhafte.
Die Romantik wollte sich
das Glück des Kindes, das in seinem reinen Gemüt, seiner Unschuld, seiner
Einfachheit, seiner Natürlichkeit, Ursprünglichkeit und Harmlosigkeit
begründet ist, zu Eigen machen. Das kann man nur, wenn man sich in die Welt des
Kindes hineinlebt. Auch jedes Volk durchläuft sein Stadium der Kindheit und
Jugend und die Kindheit des deutschen Volkes ist das Mittelalter. Es ist der
Jungbrunnen, der das Volk jugendfrisch und kräftig erhält.
Die Begriffe
" Romantik" und "
romantisch" sind vielseitig, stehen aber vor allem im Gegensatz zu
" antik" und "klassisch". Die Romantiker verstanden darunter die
nordisch-germanische bzw. die südlich-romanische Kultur. |